Fichtelgebirgsverein Ortsgruppe Bischofsgrün e. V.

Bischofsgrüner Schätze Teil 13

Fichtelgebirgsverein e.V. Ortsgruppe Bischofsgrün e.V. im Fichtelgebirge

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Neues Buch aus der Reihe „Bischofsgrüner Schätze“:

Hans Ackermann:
„Damals in Bischofsgrün: Erlebt, erfahren und aufgeschrieben“

Von Siegfried Hartmann

“Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen.” – Diese allseits bekannte Wahrheit gilt nicht immer, und das vorliegende Buch ist ein eindrucksvoller Beweis dafür. Natürlich hat sein Verfasser Hans Ackermann auch die eine oder andere Reise unternommen, aber sein langes Leben hat er ausschließlich in Bischofsgrün verbracht, und viele seiner Erlebnisse und Erfahrungen, manche Ereignisse, an denen er selbst Teil hatte, zahlreiche Geschichten und Geschichtchen, die man ihm zutrug, bilden den Inhalt dieses Bandes. Die Arbeit, die er sich über etliche Jahre gemacht hat, ist umso verdienstvoller, als so manches, was dieses Buch an Wichtigem, Wissenswertem und Aufschlussreichem enthält, ohne seine Bemühungen dem Vergessen anheimgefallen wäre. Nicht zuletzt deshalb ist dieses Buch auch eine Art Chronik des Geschehens in Bischofsgrün im 20. Jahrhundert und darüber hinaus.

Hans Ackermann ist im Jahre 1935 geboren, hat also als Jugendlicher den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit bewusst miterlebt. Was er über diese Zeit zu berichten weiß, ist von großem historischen Wert, zeigt er doch auf, wie sehr das Kriegsgeschehen und seine Folgen den Alltag in seinem Heimatort bestimmt, beeinflusst und verändert haben, welche dramatischen und tragischen, mitunter aber auch amüsanten Begebenheiten sich in seiner unmittelbaren Umgebung abgespielt haben.

Ein weiteres Anliegen von Hans Ackermann, bis in die 1970er Jahre selbst als Landwirt tätig, war es, die Erinnerung wachzuhalten an jene Zeit, als Bischofsgrün noch weitgehend landwirtschaftlich geprägt war, als der Fremdenverkehr noch überschaubar und die Entwicklung zum Touristikzentrum und „Heilklimatischen Kurort“ noch nicht abzusehen war. Anschaulich und präzise schildert er die alljährlich anfallenden, oft mühsam mit der Hand zu verrichtenden Arbeiten in Feld und Flur, aber auch die mit der Bauernarbeit verbundenen Gepflogenheiten, Bräuche und Formen. Es geht ihm aber nicht nur darum, Erinnerungen wachzurufen, sondern auch darum, Fakten und Zustände aus früherer Zeit festzuhalten und – nicht zuletzt durch zahlreiche Fotos – ein Bild davon zu vermitteln, wie sich sein Heimatort in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Schritt für Schritt veränderte. Dass gerade dieses Vorhaben sehr viel Arbeits- und Zeitaufwand erforderte und eine Vielzahl von Recherchen zur Folge hatte, versteht sich von selbst. Es ist Hans Ackermann hoch anzurechnen, dass er sich seine Neugierde und seinen Wissensdrang bis ins hohe Alter bewahrte und diese Mühen auf sich nahm, um ein Werk zu schaffen, das den Vergleich mit früheren Texten von Mösch, Welzel oder Stumpf nicht zu scheuen braucht.

Eine Auswahl aus dem Inhaltsverzeichnis zeigt, wie umfassend Hans Ackermann das Leben in unserem Ort charakterisiert hat:

  •  Meine Erinnerungen (Kriegsverlauf 1939-1945)
  •  Der Umbruch in Kleinindustrie, Handwerk und Landwirtschaft nach 1945
  •  Ehemalige namhafte Unternehmen
  • Familientraditionen
  • Besonders geehrte Bürger
  • Merkenswertes von Bischofsgrün
  • Die ersten Kraftfahrzeugbesitzer in Bischofsgrün
  • Tätigkeiten in früherer Zeit
  • Flurnamen
  • Dürrnhieb, der vergessene Ortsteil von Bischofsgrün
  • Feldgeschworene
  • Landwirtschaftliches
  • Alte Bräuche
  • Reime und Schlumber-Lieder
  • Etwas zum Schmunzeln, Ereignisse aus vergangener Zeit
  • Ausdrücke in Bischofsgrün und Umgebung
  • Sprichwörter, wie sie die “Alten” schon gebrauchten
  • Veränderungen unserer Mundart im Laufe meines Lebens

Informationen zum Buch:

Fast 400 Seiten DIN A 4,

rund 520 Fotos und Abbildungen, Hardcover, Klebebindung.

Preis: 40 Euro.

Das Buch ist erhältlich direkt beim

Verfasser Hans Ackermann, Tel.: 09276 /419

oder bei der

Bischofsgrüner FGV-Geschäftsstelle

Tel. 09276 /1244