Fichtelgebirgsverein Ortsgruppe Bischofsgrün e. V.

Neue Vorstandschaft

Created with Sketch.

Neue Vorstandschaft

Bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahresversammlung im Kurhaussaal konnte unsere Bischofsgrüner FGV-Ortsgruppe Lücken in der Vorstandschaft zumindest teilweise schließen. Dennoch macht sich eine Strukturkommission unter der Leitung des 2. Vorsitzenden Stephan Unglaub schon seit Längerem grundsätzliche Gedanken um eine neue Führungsstruktur des Vereins.

Bericht des Vorsitzenden

In seinem Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr stellte der Vorsitzende Rainer Schreier fest, dass die Zahl der Mitglieder, u. a. bedingt durch einige Austritte aus Anlass des Asenturm-Verkaufs, zum Jahreswechsel um 16 auf 642 gesunken war. Auch deshalb habe neben einer Neuausrichtung des Vereins die Gewinnung jüngerer Mitglieder großes Gewicht. Es folgte ein Rückblick auf das vergangene Jahr: Wichtig war vor allem das Wandergeschehen mit Mittwochs- sowie zusätzlichen Gästewanderungen. Der emsige Wegetrupp kümmerte sich um die Wege-Infrastruktur, und auch im Bereich Naturschutz mit Florian Meisel und seinem Team wurde super gearbeitet. So wurden u. a. in der Hedlerreuth 13 Obstbäume gepflanzt, das Arnika-Projekt wurde fortgesetzt, und ein angebotener Sensenkurs wurde sehr gut angenommen. Eine größere Aktion erforderte diesmal die Pflege des Biotops auf der Hohen Haid. Außerdem gab es durch die Familienbeauftragte Ulrike Herrmann initiierte Aktionen wie die beliebte vorweihnachtliche Familienwanderung zum Hügelfelsen mit Baumschmücken. Im Bereich der Kulturarbeit erschien ein umfangreiches neues Buch über die Geschichte des Asenturms, für das v.a. Horst und Angelika Hedler verantwortlich zeichneten. Besonders, so der Vorsitzende, freue er sich außerdem über die nun gesicherte Finanzierung für das Infotafel-Projekt im Ehrenfriedhof, das die Projektleiterin Angelika Hedler später gesondert vorstellte. „Danke an alle, die in irgendeiner Form mit anpacken“, so der Ortsvorsitzende. Er schloss Dankesworte an Gemeinde, Bauhof und TI an und vergaß auch nicht, die finanzielle Unterstützung durch die Bürgerinitiative und durch weitere Spender zu erwähnen.

Geplante Neuorganisation der Ortsgruppe

Dann informierte der Vorsitzende der Strukturkommission, Stephan Unglaub, über den Sachstand bei der Vorbereitung einer Neuorganisation der Ortsgruppe. Unglaub stellte fest, dass der Verein derzeit nicht mehr das personelle Potenzial aufweise, um seine Arbeit im bisherigen Stil und Umfang sauber umsetzen zu können. Das Ziel müsse jetzt sein, einer Überlastung einzelner Ehrenamtlicher entgegenzuwirken und Zusammenarbeit grundlegend neu zu denken. „Wir müssen uns der Wahrheit stellen und müssen Bereitschaft zur Umstellung haben“, so Unglaubs Aufforderung. Als Ansatzpunkte für die neue Zielrichtung nannte er flexible Rollen und Verantwortlichkeiten, z. B. projektorientierte Aufgabenverteilung und einen Teamvorstand mit klar abgegrenzten Aufgaben statt des Einzelvorstands. Besonders erwünscht sei auch die Beteiligung jüngerer Leute auf allen Vereinsebenen – auch hier flexibel, z.B. mit der Möglichkeit, sich zeitlich begrenzt als „Probebeisitzer“ mit der Arbeit des Vorstands vertraut zu machen, dabei auch mitzureden und sich selbst einzubringen. Da der Altersdurchschnitt der derzeitigen Ortsgruppenmitglieder bei 61,8 Jahren liegt, ist hierbei an alle Altersgruppen zwischen 20 Jahren und 60 Jahren gedacht, bei denen die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und ehrenamtlichem Einsatz stärker berücksichtigt werden muss. Wie Unglaub sagte, könne er sich auch gut einen Workshop mit jungen Mitgliedern vorstellen, die sich Gedanken machen, wie der Verein in Zukunft gestaltet werden soll. Veränderung sei nicht nur nötig, sondern auch möglich. Wichtig sei nur, darauf zu achten, dass auch bei einer Satzungsänderung die Anforderungen der Gemeinnützigkeit und des Satzungsrechts beachtet werden.

Neue WhatsApp-Gruppen

Einen Schritt zur Erleichterung der Kommunikation innerhalb des Vereins und mit dem Verein ist Wilhelm Zapf gegangen: Gemeinsam mit Andreas Lederer hat er über WhatsApp eine Auswahl sog. „Communities“ angelegt. Zapf stellte das jederzeit erweiterbare Angebot vor, bei dem sich Vereinsmitglieder je nach Interessen in thematische Untergruppen eintragen lassen können und dann fortlaufend über das gesamte Geschehen im gewählten Bereich informiert werden und diskutieren können.

Beispiel für Projektarbeit: Das Infotafel-Projekt im Ehrenfriedhof

Nachfolgend wurde, auch beispielhaft für projektbezogene Arbeit, das aktuelle „Infotafel-Projekt Ehrenfriedhof“ vorgestellt: Eine kleine Orga-Gruppe mit Angelika Hedler, Berthold Grießhammer und Rainer Schreier hat hier ein Konzept entwickelt, wie sich mithilfe einer großen und sieben kleiner Infotafeln Besuchern und vorbeikommenden Wanderern die ungewöhnliche Geschichte des Bischofsgrüner Ehrenfriedhofs vermitteln lässt. Thematisch hat sich Angelika Hedler der Sache angenommen, bautechnisch Berthold Grießhammer, und Rainer Schreier hat sich um die Finanzierung gekümmert. Für die Umsetzung des Projekts stehen als Grundstock 5.000 Euro von der Oberfrankenstiftung sowie weitere Spendengelder zur Verfügung. Im Mai oder Juni könnten die Bauarbeiten losgehen. „Wir freuen uns auf dieses Projekt“, so der Vorsitzende.

Kassenbericht

Anschließend verlas Stephan Unglaub den schriftlichen Bericht der krankheitsbedingt verhinderten Hauptkassiererin Gabriele Wagner, die einen Überschuss im Berichtsjahr sowie einen sehr soliden Kassenbestand bekannt geben konnte.

Neuwahlen mit drei Neubesetzungen

In diesem Jahr fanden auch Neuwahlen statt, wobei gleich erklärt wurde, dass die Vorstandschaft nur für ein Jahr im Amt bleiben werde. Im kommenden Jahr soll im Zuge der Umstrukturierung ein neues Team den Verein übernehmen.

Folgende Vorstandschaft wird sich von jetzt an um die Geschicke der Ortsgruppe kümmern: Als 1. Vorsitzender wird weiter Rainer Schreier wirken. Unterstützt wird er vom 2. Vorsitzenden Stephan Unglaub, Kassiererin Gabriele Wagner, der stellvertretenden Kassiererin Ilona Liesenhoff (neu), dem Schriftführer Michael Rupprecht (neu) sowie der Familienbeauftragten Ulrike Herrmann, der stellvertretenden Wanderwartin Christine Birkelbach (neu), dem Wegewart Michael Leeb, dem stellvertretenden Naturschutzwart Florian Meisel, dem Kulturwart Ortsgeschichte Jörg Hüttner und dem Pressewart Harald Judas. Zu Beiräten wurden gewählt: Annika Schreier, Franz Rabenstein und Wilhelm Zapf. Kassenprüfer sind Sylvia Lippschus-Greiner und Ferdinand Reb. Den Vorsitzenden freute vor allem, dass im Bereich Wandern eine personelle Neuaufstellung begonnen wurde. Christine Birkelbach, die als stellvertretende Wanderwartin gewählt wurde, kann auf die Unterstützung des neu zu besetzenden Arbeitskreises „Wandern“ bauen.

Grußwort der Gemeinde

In einem Grußwort der Gemeinde dankte Bürgermeister Michael Schreier unter anderem auch dafür, dass der FGV viel für den Tourismus leiste, wofür es dann von den Gästen immer viel Lob gebe.

Keine „Wanderehrungen“ mehr

Wanderehrungen wird es ab sofort nicht mehr geben. Wie der Vorsitzende der Versammlung erklärte, kam man im Hauptverein überein, die Ehrungen einzustellen, nachdem sich nur noch sechs Ortsgruppen beteiligt hatten und das Ermitteln der Wanderleistung sehr aufwendig sei.

Es konnten jedoch zahlreiche Vereinsjubilare geehrt werden:

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

Nachfolgend wurden zahlreiche Vereinsjubilare geehrt. Im Einzelnen:

25 Jahre: Diethardt Golm, Gerhard Grieser, Magda Knörnschild, Dietmar Krause, Helmut Neukam, Helga Schirmacher, Gabriele Wagner

40 Jahre: Sonja Frey, Stephan Grießhammer, Sieglinde Hackl, Dr. Carmen Haschke, Peter Jahreis, Florian Meisel, Jutta Meisel, Karl-Herbert Meisel, Bernd Rebitzer

50 Jahre: Hubert Frosch, Klaus Greiner, Brigitte Hasenöhrl, Andrea Jahreis, Stefan Kaiser, Ursula Pufe, Anni Wagner

60 Jahre: Irene Einert, Rolf-Dieter Winkler

Die im Rahmen der Jahresversammlung geehrten Vereinsjubilare.